Das ARBORETUM

Golf zu spielen ist in Oberneuland ein besonderer Genuss. Über das ganze Jahr hinweg können die Golfsportler die Schönheit des im Stile eines Landschaftsparks angelegten Geländes genießen.
Die Bedeutung des Begriffs „Arboretum“ leitet sich vom lateinischen „arbor“ für „Baum“ ab und bezeichnet eine Sammlung unterschiedlichster, oft exotischer Gehölze. Ideengeber und Begründer des Oberneulander Arboretums war Justin Iken, der zu seinen Lebzeiten eine Vielzahl seltener Exemplare aus aller Welt sorgsam ausgewählt und für die Sammlung zusammengestellt hat. Er folgte damit einer schönen Tradition Bremer Kaufleute, die früher von ihren Geschäftsreisen nach Übersee exotische Pflanzen auf Segelschiffen nach Oberneuland für ihre Privatparks mitbrachten und dort zur Schau stellten.

Der größte Teil dieses Arboretums liegt auf dem Gelände des Golfpark Oberneuland. Gegenüber dem Verpächter Justin Iken und seiner Familie hat sich der Golf-Club Oberneuland e.V. zur weiteren Anlage und Pflege verpflichtet. Zusätzlich zu dem Altbestand von ca. 1000 Gehölzen, die zumeist über 100 Jahre alt sind, pflanzte der Golf-Club noch 800 exotische Bäume und ca. 2000 Sträucher nach den Pflanzlisten von Justin Iken. Dieser wählte von jeder Art nur ein Exemplar für das Arboretum aus und bestimmte auch die Pflanzorte.

Dabei waren die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzen zu berücksichtigen, während gleichzeitig der geographischen Einteilung ihrer Herkunft gefolgt wurde. Müssen Gehölze im Laufe der Jahre ersetzt werden, so darf nur die gleiche Art am selben Ort neu gepflanzt werden. Auch dies ist keine leichte Aufgabe, da die meisten Arten sehr selten und daher schwer zu beschaffen sind.

Einige der wertvollen Exemplare bedürfen hier im rauhen norddeutschen Klima der besonderen Pflege und Beobachtung. Die Beschäftigung eines eigenen Gärtnermeisters zur fachmännischen Pflege des Arboretums zeigt den hohen Stellenwert dieser außergewöhnlich abwechslungsreichen Anlage für den Golf-Club Oberneuland.

An den Pflanzenfreund Justin Iken erinnert heute der Iken-Gedenkstein, für den ein besonders schöner Standort gefunden wurde. Er findet sich am ersten Hügel auf Bahn 6 unter einer Bitterorange, die durch ihre wundervollen Blüten und dekorativen Früchte einen besonderen Blickfang darstellt.