(W)IRRGLAUBEN

Nach nun 25 jähriger Tätigkeit und intensivstem Versuch des Ausrottens, ist es mir nie gelungen, die Zeit zu „übertünchen“, die Menschen mit Belehrungen von vermeintlich Besseren auf dem Golfplatz verbringen.

So gut und lieb gemeint es auch von anderen sein mag, es bleibt valsch wenn man zu glauben beginnt,

man wäre hoch gekommen, hätte aufgeschaut, wäre neugierig gewesen, oder hätte den Kopf nicht unten gelassen. Diese für das Problem des Toppens ins Feld geführten Erklärungen sind nicht nur fabuliert sondern komplett valsch.

  • Zur Erklärung ein Rechenbeispiel. Während eines vollen Herrenschwunges entstehen 50-70Kg Zugkraft im Treffmoment, die nach unten ziehen. Setzen wir noch ein durchschnittliches Herrengewicht von 80 Kg hinzu, dann müsste, die dem Kopf anhängige Muskulatur, eine durchschnittliche Last von 130-150Kg durch neugieriges Schauen überwinden. Dieses wohlgemerkt beim strengen Versuchen den Kopf „unten zu lassen“. Wäre dieses irgendeinem Menschen jemals gelungen wäre der Kopf im Halsbereich abgerissen und der Spieler instant tot.

Merke: Auch „Hans-guck-in-die-Luft“ konnte Golfspielen und Ballkontakte werden nicht durch ein Kopfbewegen getoppt oder rumgerissen.

So gut und lieb gemeint es auch von anderen sein mag, es bleibt valsch wenn man zu glauben beginnt,

man hätte nicht geschwungen, mit Kraft gemacht, zu hektisch oder zu schnell geschlagen. Die urenglische Bezeichnung Swing heißt ins deutsche übersetzt Schaukeln und beschreibt generell den Ablauf des Körpers in Verbindung zu den Armen. Der Vorgang, der beim korrekten Ablauf einer Golfbewegung passiert, ist ein seitliches Schlagen. Dieses versucht der Golfer mit möglichst großer Kraft zu erreichen, um möglichst weit schlagen zu können. Golfen ist außerhalb von Motorsport hinter Hornussen körperlicher Kraftsport Nr. 2 in der Welt.

Merke: Kraft ist gleich Masse mal Beschleunigung, also die Befähigung den Schlägerkopf möglichst schnell auf Schnelligkeit zu bringen. Kraft hat mit Verspannung oder schwingen lassen nichts zu tun. Der Golfschlag ist und wird ein Schlag bleiben.

So gut und lieb gemeint es auch von anderen sein mag, es bleibt valsch wenn man zu glauben beginnt,

man hätte da auch hingestanden. Neben dem falschen Deutsch ist zuerst sehr fraglich, wie man bei einem, zu über 90% im Golfsport vorkommenden, Slice in einer Kurve „hingestanden“ hat. Außerdem fliegt ein Ball nur in die Richtung, die sich aus Schwungweg, Fläche im Treffpunkt und Ballkontakt ergibt. Der Golfball ist doof. Er weiß nicht, wie der Golfer gestanden hat, welcher ihm ständig einen Schlag versetzt. Wenn sie einmal überzeugend schmunzeln wollen, dann schauen sie sich an, in welche Richtung die Divots auf Herrenabschlägen zeigen – fast alle nach links. Wenn sie dann darüber nachdenken, warum Herren häufig slicen wird Ihnen wahrscheinlich etwas auffallen.

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